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kino.to - Angst vor Raubkopien bei Oscar-Verleihung 2011
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Am 27. Februar 2011 ist es wieder soweit und im Kodak Theatre in Los Angeles werden die Oscars verliehen. Dies ist die 83. Veranstaltung zur Verleihung dieser begehrtesten Auszeichnung der Filmbranche. Seit vielen Jahren ist es Tradition, das an die Mitglieder der Jury schon im Vorfeld die Filme als DVD erhalten. Dieses Verfahren wurde eingeführt, damit sich die Jurymitglieder voll und ganz auf die Bewertung konzentrieren können. Doch auch in Hollywood hat die Angst vor Raubkopien (im Internet auf kino.to veröffentlicht) Einzug gehalten und nun wurde erstmals die Vorgehensweise geändert.
Bis zu 100.000 sind jedes Jahr berechtigt und können vorab die Filme ansehen um anschließend ihre Stimmen abzugeben. Da aber in den letzten Jahren immer mehr sogenannte Screener im Internet aufgetaucht sind, hat man nun die Änderung beschlossen. Als erste Filmstudios sind Fox Searchlight, Paramount Pictures und noch andere kleinere Filmstudios nun von der DVD-Variante abgewichen. Diese Studios machen nun von der neuesten Technik Gebrauch und die Filme werden über iTunes verbreitet. Statt der üblichen DVD bekommen die Juroren nun einen Code für iTunes. Mit diesem Code kann der Film dann für 24 Stunden beliebig oft angesehen werden und nach Ablauf dieser Zeitfrist kann man ihn nicht mehr abrufen. Mit dieser Maßnahme hoffen die genannten Filmstudios den Raubkopierern ein wenig Einhalt bieten zu können. Sollte dies erfolgreich sein, dann dürften auch alle anderen Filmstudios auf diese Vorgehensweise zurückgreifen und es werden hoffentlich deutlich weniger neue Filme auf kino.to gezeigt.
Die Filmindustrie fordert seit langer Zeit die umstrittenen Webseiten abzuschalten, über die kostenlos die neuesten Filme als Raubkopien oder als Streams zu sehen sind. Dazu gehört im deutschsprachigen Raum vor allem die Seite Kino.to, die sich sehr großer Beliebtheit erfreut. Doch es gilt auch als erwiesen, das die Betreiber dieser Seiten, die fast alle im Dunkeln verborgen bleiben, ihre Filme in großer Anzahl von Mitarbeitern aus der Filmbranche beziehen. Diese Mitarbeitern, die aus allen Schichten der Belegschaft kommen, erhoffen sich dadurch in der Regel schnelles und gutes Geld zu verdienen. Um dem Übel wirklich ernsthaft auf den Leib zu rücken, muss die Filmbranche erst einmal in ihren eigenen Reihen die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Solange Raubkopien aus diesem Bereich selbst ins Netz gelangen, solange wird es auch diese Angebote im Internet in reichhaltiger Auswahl geben und der User wird auch davon Gebrauch machen.